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Die Informationen auf dem Flaschenetikett

Das Etikett eines Whiskeys enthält ähnlich viele Informationen, wie französischer oder deutscher Wein. Doch sowohl das Etikett als auch der Inhalt unterscheiden sich bei Whiskeyflaschen teils erheblich, besonders, wenn es sich um Flaschen unabhängiger Abfüller handelt. Es gibt Menschen, die durchaus Wert auf die Informationen auf dem Etikett legen. Es gibt einige grundsätzliche Kriterien, anhand derer simple Whiskys von hochwertigen Whiskys unterschiedenen werden können. Welche die ausschlaggebenden Merkmale von einem Whisky aus Schottland sind, kann an drei verschiedenen Whisky-Etiketten, beispielhaft verdeutlicht werden

Blended Scotch Whisky 

Beispielsweise verfügt das Etikett eines Blended Scotch Whiskys wenigstens über die Angaben, die auf dem obigen Etikett zu finden sind. Doch auch diese Informationen erfordern ein paar weiterführende Erläuterungen. 

Der Scotch: Den Zusatz Scotch darf ein Whisky nur dann führen, wenn dieser für einen Zeitraum von wenigstens drei Jahren in Schottland in Eichenfässern gereift ist. Ist die Bezeichnung Scotch nicht vorhanden, ist es zum Beispiel denkbar, dass der vorliegende Whisky aus Indien kommt. Weltweit gehört Indien zu den größten Whiskyproduzenten. 

Das Alter: Wenn keine genaue Altersangabe auf dem Etikett des Whiskys zu finden ist, dann kann durchaus angenommen werden, dass der vorliegende Whisky lediglich drei Jahre alt ist. Dies ist das vorgegebene Mindestalter. Die Nutzung von Begriffen wie "Rare" spielt dabei keine Rolle. 

Der Inhalt der Flasche: Bezüglich des Inhalts der Flasche gibt es auf dem Etikett unterschiedliche Lösungsansätze. Es ist möglich, dass Flaschen beispielsweise mit 0,7 Liter oder 70cl ausgezeichnet sind. Hinter der Angabe zum Inhalt befindet sich oft der Buchstabe "e", welcher das Volumen bestimmt. Das "e" ist hierbei die Abkürzung für "estimated", also übersetzt soviel wie ungefähr oder geschätzt. Bei der Abfüllung der Flasche handelt es sich um einen technischen Prozess, bei dem es immer minimale Abweichungen geben kann. 

Der Alkoholgehalt: Angegeben wird der Gehalt an Alkohol in Prozent des gesamten Inhalts der Flasche, also dem Volumen. Es wäre theoretisch auch denkbar, diesen in einem Prozentwert des gesamten Gewichtes anzugeben. Allerdings ist dieses durch das Gesetz verboten. 

Single Malt Scotch Whisky 

Den Single Malt Scotch Whisky stellt stets nur eine einzelne Brennerei her. Hierbei wird immer gemälzte Gerste verwendet. Auf den Etikett ist daher der Name der Brennerei stets angegeben. Wenn die Angabe "Blended Malt" auf dem Etikett vorhanden ist, dann wurde der Whisky in der Regel aus verschiedenen Malt Whiskys unterschiedlicher Brennereien gemischt. Nicht zu verwechseln ist dieser Blended Malt Whisky mit dem oben beschriebenen Blended Scotch. Bei diesem ist nämlich Industriewhisky, sogenannter Grain Whisky, in großen Mengen enthalten. 

Die Region: Es ist möglich, dass die Region dem Ausdruck Single Malt Scotch Whisky vorangestellt wird. Zu den traditionellen Regionen zählen Campbeltown, Islay, Lowlands, Speyside und Highlands. Im Jahr 2009 wurden die Gesetze dahingehend geändert, dass auch weitere Bezeichnungen von Gebieten, wie beispielsweise Arran oder Orkney, genutzt werden dürfen. 

Das Alter: Auf dem Etikett der Whiskeyflasche ist ebenfalls das Alter vermerkt. Dieses gibt Aufschluss darüber, welches Alter der jüngste Whisky hatte, der in dieser Flasche verarbeitet ist. Denn auch bei den Single Malt Whiskys werden in einer Flasche verschiedene Whiskys gemischt, allerdings stammen die alle aus der selben Brennerei. Im Prinzip gilt es, dass der Whisky umso besser und weicher ist, desto älter er ist. Denn, die Aromen, die scharf schmecken, bauen sich über die Zeit der Lagerung immer weiter ab.

Die genaue Geschwindigkeit der Reifung ist hier allerdings auch abhängig von der Fassgröße. Hat ein Whisky über zwölf Jahre lang in kleinen Fässern gelagert, dann ist dieser oft weicher, als ein Äquivalent, dass in sehr großen Fässern ganze 18 Jahre lang gereift ist. Es wäre also ein Fehler, bei der Auswahl nur nach dem Alter zu gehen. Seit geraumer Zeit gibt es auch Abfüllungen, auf denen keine Altersangabe vermerkt ist. Bei diesen Whiskys wurden jüngere und ältere Whiskys miteinander vermischt, sodass ein harmonischer Geschmack erzielt wird. 

Der Alkoholgehalt: In der Regel ist es so, dass der Alkoholgehalt mit der Qualität des Whiskys steigt. Zu verdanken ist dies der Herstellerphilosophie, dass der Verbraucher von einer hochpreisigen Flasche mehr haben soll. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn oft ist der Geschmack von Whiskys, die mit Wasser verdünnt wurden, angenehmer, als der bei denen kein Wasser zugesetzt wurde. Dies darf nicht als Verwässerung oder Panscherei angesehen werden. Eine Flasche, die bereits auf Trinkstärke reduziert ist, ist somit schneller leer, als ein Whisky mit hohem Alkoholgehalt. 

Abfüllungen in sogenannter Fass-Stärke („Cask Strength“)

Es stellt eine Besonderheit dar, wie ein fassreiner Single Malt Scotch Whisky abgefüllt wird. Hier geht der Weg des Whiskys nämlich ohne Umwege direkt vom Fass im unverdünnten Zustand in die Flasche. 

Das Alter: Damit das Alter auch im Nachhinein noch geprüft werden kann, erhält jedes Fass die genauen Informationen über den Zeitpunkt des Brennens. Auf den Einzelfassabfüllung ist daher in der Regel das Datum des Brennens sowie das Abfülldatum zu finden. Außerdem wird hier auch der genutzte Fasstyp angegeben. Dieses gibt Auskunft über das Whiskyaroma. 

Die limitierte Anzahl: Die Reifung von dem Whisky in den Fässern ist individuell, daher verfügt auch jedes Fass über einen individuellen Geschmack. Deswegen ist Whisky, der fassrein ist, nur in einer begrenzten Stückzahl von Flaschen erhältlich. Wenn der Whisky ein Verkaufserfolg war, dann versucht der Abfüller normalerweise, erneut ein ähnliches Fass abzufüllen, um einen ähnlich Geschmack zu reproduzieren. Oft wird hier über die Flaschennummer hinaus, auch die Gesamtzahl der Flaschenauflage angegeben. 

Der Alkoholgehalt: Bei einer Fassabfüllung ist der Gehalt an Alkohol oft relativ hoch. Davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Denn diese Whiskys werden in einem Verhältnis von 50 zu 50 noch mit Quellwasser, das still und mineralarm ist, gemischt. Also hält eine solche Whiskyflasche in der Regel die doppelte Zeit. Außerdem wird das Geschmackserlebnis durch den, der Verdünnung zu verdankenden, intensiveren Geschmack belebt. Auch besteht so die Möglichkeit, ein wenig mit dem Whisky herumzuexperimentieren. 

Die Filterung: Es gibt Abfüller, die strikt gegen die Filterung sind, andere schwören dagegen auf sie. Bei einigen Abfüllern wird der Whisky vorher heruntergekühlt, damit die Bestandteile, die gering löslich sind, bei der Filterung aufgefangen werden. Hier spricht man von einer Kühlfilterung. 

Herrschen über diese besonderen Angaben ein wenig Kenntnis, dann kann das Etikett einer Flasche also schon sehr viel über den Inhalt verraten. So wird die Whiskybeurteilung beziehungsweise die Kaufentscheidung erleichtert.

Möchten Sie mehr über die Whisky Herstellung erfahren dann lesen Sie bitte diesen Artikel.

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